Das neue Lesen: The Guardian

The Guardian – iPad-App

Im vergangenen Herbst brachte der britische Guardian seine Zeitung auf das iPad. Reichlich spät könnte man meinen, doch die Macher haben sich mit gutem Grund Zeit gelassen: die App ist die erste Tageszeitung auf dem iPad, die mich wirklich überzeugt.

Die iPad-Version startete mit einer großzügigen Testphase bis Anfang dieses Jahres, so dass es möglich war, sich wirklich über einen längeren Zeitraum einen Überblick zu verschaffen. Die Gestaltung ist modern, dem Gerät angemessen, sie versucht nicht die Zeitung aus Papier nachzuahmen. Und dennoch geht der visuelle Stil des Guardians nicht verloren, was insbesondere auf die bekannte Schrift- und Farbwelt zurückzuführen ist. Artikel sind als Seiten nebeneinander angeordnet, die Texte selbst scrollbar – wunderbar!

Eine ausführliche Besprechung der App mit Bildern und Hintergründen gibt es beim Ministry of Type. Dort bringt es Aegir Hallmundur auf den Punkt:

Die Einfachheit und Gradlinigkeit der Guardian-App wird für eine ganze Weile (ähnlich wie die iPhone-Version zuvor) Inbegriff dessen sein, wie die Dinge gemacht werden sollten.

ministryoftype.co.uk

Pictos Server

Pictos Server

Gute Icons zu erstellen ist eine hohe Kunst. Ein gelungenes Set, das sich seit Jahren großer Beliebtheit erfreut, ist Pictos von Drew Wilson. Jeder, der auch nur ein bisschen im Netz surft, wird es zumindest auszugsweise schon einmal gesehen haben. Nun gibt es ein neues Angebot, das die Icons als personalisierbaren Webfont bereitstellt: Pictos Server.

Ähnlich wie bei den Webschriftanbieter Typekit oder Fontdeck werden die Icon-Schriften über einen kurzen Code-Schnipsel in eine Webseite eingebunden. Dabei lassen sich die integrierten Icons gezielt auswählen. Für Webdesigner eröffnet dies neue Möglichkeiten, denn Icon-Fonts verbrauchen wenig Speicherplatz: sie laden schneller als statische Grafiken und lassen sich zudem ohne Qualitätsverlust skalieren. Einen interessanten Beitrag gab es hierzu in der Adventszeit von Jon Hicks zu lesen, der sich für eine Einbindung die neuen data-Attribute zu Nutze machte. Auch wenn, wie Eric Eggert in einer Antwort deutlich machte, noch einige Probleme zu lösen sind, entwickeln sich die Möglichkeiten von Webicons in eine interessante Richtung.

Grundsätzlich stellt sich die Frage, für wen sich der Service von Pictos Server lohnt, denn mit 49 $ für das Einsteiger- und 99 $ für das Profipaket empfinde ich die Preise derzeit noch als sehr teuer. Wie viele Icons verwendet eine durchschnittliche Seite schon? Wenn das Einbinden von ein paar Icons am Ende genau so viel kostet, wie die vollständige Schriftbibliothek von Typekit, werden die meisten mit Sicherheit weiterhin auf angepasste Pixelgrafiken zurückgreifen. Pictos macht sich mit seinen Vektor- und Pixelsets selbst Konkurrenz. Es bleibt abzuwarten, ob sich hier langfristig preislich noch etwas tut.

Nachtrag vom 25. Januar 2012: Das ging schnell – nun gibt es auch ein zusätzliches Starterpaket für 19 $.

Neustart 2012

In den vergangenen Monaten ist es auf dieser Seite ziemlich ruhig gewesen, denn hinter den Kulissen haben wir fleißig gearbeitet, um hier alles ein bisschen zu straffen und für weitere Änderungen vorzubereiten.

Einige alte Artikel und Funktionen fehlen noch, diese werden wir nach und nach ergänzen. Ziel ist es die Seite kontinuierlicher weiterzuentwickeln, sowohl gestalterisch als auch inhaltlich. Johannas Seite zeigt sich ebenfalls in neuen Gewand.

Bemerkenswertes 2011

Max

Eigentlich bin ich für einen Jahresrückblick reichlich spät. Aber es ist viel passiert, das eine kleine Verzögerung entschuldigt. Also, was war 2011 so bemerkenswert?

Beruflich

Bemerkenswertes 2011

Bereits Ende 2010 hatte sich angedeutet, dass ich beruflich andere Wege einschlagen würde. Anfang 2011 ging es dann los: gemeinsam arbeiten Johanna und ich nun Vollzeit in unserem neu gegründeten Gestaltungsbüro hana+nils. Unser Schwerpunkt liegt auf der Gestaltung von Webseiten und Texten, stets mit einem Auge auf Typografie. Wir haben mit einigen sehr interessanten Projekten beginnen können, die nach und nach auf unserer Webseite einsehbar sein werden. Vielen Dank unseren Auftraggebern für die freundliche und intensive Zusammenarbeit!

Für die Umsetzung unsere webbezogenen Projekte setzen wir seit Jahren auf das Redaktionssystem Symphony und so hat es uns sehr gefreut, dass im Herbst des Jahres das zweite Symposium in Köln stattgefunden hat. Vielen Dank Jonas und Michael, die mit uns die Organisation übernommen haben. Es hat Spaß gemacht, viele Symphony-Nutzer weiterzusehen und andere endlich im realen Leben zu treffen. Danke Euch allen für Euer Kommen!

Privates

Der prägendste Moment des Jahres war privater Natur: Am 4. August 2011 kam unserer kleiner Sohn Max zur Welt. Sein Lächeln und Lachen macht jedes Geschrei vergessen. Auch wenn die Nächte kürzer geworden sind, kann ich mir ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen. Gerade schläft er still und friedlich: vielen Dank, so habe ich Zeit zum Schreiben!

Begleitendes

Es gibt immer wieder Motive, die sich durch ein Jahr ziehen. Für mich ist es eine kleine britische Serie gewesen, die uns viel Freude bereitet hat: Sherlock. Wie es scheint, entwickele ich eine gewisse Leidenschaft für britische Krimiserien. Dieser Tage startete in Großbritannien die zweite Staffel – ich bin gespannt, wie es weiter geht.

Und jetzt auf ins Jahr 2012 …